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Mobbing

Strategien und Massnahmen gegen soziale Konflikte und Mobbing
 Etwa seit Mitte der 90er Jahre ist in den Medien zunehmend häufiger von Mobbing die Rede. Erstmals benannt wurde dieses Phänomen in Schweden, wo Befragungen von Beschäftigten ein auffällig hohes Maß an schikanösem, ausgrenzendem oder verletzendem Verhalten über längere Zeiträume hinweg ergaben.

Um zu vermeiden, dass der Begriff verschwommen und tendenziös verwendet wird, der dann leicht als ungerechtfertigter Vorwurf missbraucht werden kann, sollte klar benannt werden, was unter Mobbing verstanden wird: Mobbing sind feindselige Verhaltensweisen unter Beschäftigten oder zwischen Vorgesetzten und Beschäftigten, die dadurch gekennzeichnet sind, dass

Damit sind einzelne soziale Konflikte – so belastend und unangenehm sie auch sein mögen – kein Mobbing. Auch Geschehnisse in der Schule oder in anderen sozialen Zusammenhängen, die natürlich ebenfalls sehr kritische und gewalttätige Verläufe annehmen können, werden hier nicht unter Mobbing verstanden.

Charakteristisch für Mobbing ist, dass die Betroffenen in ihrer Gesundheit und in ihrem Wohlbefinden zunehmend beeinträchtigt werden, sich am Arbeitsplatz in einer isolierten Position befinden und in vielen Fällen den Arbeitsplatz verlieren oder wechseln. In diesem Stadium, werden in nahezu allen Fällen gravierende Gesundheitsstörungen angegeben.

Prinzipiell zielen Mobbing-Handlungen entweder auf die Arbeitsleistung bzw. die berufliche Tätigkeit ab, oder sie machen die Person selbst zur Zielscheibe der Attacken. Im ersten Fall werden beispielsweise ständiges Kritisieren der Arbeitsergebnisse, Überforderung, Übertragung von demütigenden Aufgaben oder Unterforderung bis hin zum völligen Ausschluss aus dem betrieblichen Informationsfluss genannt. Wenn die Persönlichkeit der Opfers Gegenstand der Mobbing-Handlungen ist, handelt es sich zumeist um die Verbreitung von Gerüchten, um Übergriffe, Beleidigungen, sexuelle Belästigungen, aber auch um verschiedene Formen sozialer Ächtung und Isolierung.

Mobbing-Handlungen beschädigen nicht nur das soziale Ansehen, sondern sie untergraben – und das oftmals in sehr kurzer Zeit – das Selbstwertgefühl des Opfers. Damit rufen sie oftmals erst die Verhaltensweisen hervor, die von der Umgebung dann wiederum als problematisch erlebt werden und ihrerseits als ‚Begründung‘ für die Fortsetzung des Mobbing-Geschehens dienen. Spätestens in diesem Stadium ist es für alle Betroffenen schwierig, ohne Hilfe von außen aus dem Mobbing-Verlauf ‚auszusteigen‘.

Eine neue wissenschaftliche repräsentative Studie, die gerade veröffentlich wurde, hat das Phänomen Mobbing für Deutschland untersucht und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass zum aktuellen Zeitpunkt der Studie 2,7% der Befragten von Mobbing betroffen sind. Da Mobbingprozesse relativ lang dauern – häufig 12 Monate und länger – kann davon ausgegangen werden, dass im Laufe ihres Arbeitslebens etwa gut 11% aller Beschäftigten von Mobbing betroffen sind. (Link: BAuA, Mobbing-Report)

Unternehmen und Betriebe können Maßnahmen ergreifen, um Mobbing zu verhüten, indem sie

Die hessische Arbeitsschutzverwaltung kann im Themenfeld Mobbing zwei Aufgaben übernehmen:

  1. Sie kann Betroffenen und Unternehmen Wege zur Bewältigung eines konkreten Mobbing-Problems aufzeigen
  2. Sie kann durch Öffentlichkeitsarbeit, Schulungen und Beratungen die Unternehmen bei der Verwirklichung von Maßnahmen zur Mobbing-Prävention unterstützten.

Publikationen

Publikationen können unter folgender Adresse bestellt werden:
Hessisches Sozialministerium Abteilung III
Dostojewskistraße 4
65187 Wiesbaden
Telefon: 0611/817 3498
Telefax: 0611/890 84 904
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