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Wenn die Anforderungen und die persönlichen Leistungsvoraussetzungen sich nicht entsprechen - durch Unter- oder durch Überforderung - wird vorübergehend oder dauerhaft die Gesundheit und die Arbeitsleistung der Beschäftigten gestört.
Unmittelbare Reaktionen auf Fehlanforderungen sind beispielsweise das Gefühl ‚unter Stress zu arbeiten‘ oder das Gefühl von Ermüdung und Monotonie; daraus resultierend ergibt sich ein Leistungsabfall, der meist auch mit einer höheren Fehlerquote einhergeht.
Kritischer zu beurteilen – weil nicht kurzfristig zu beheben - sind die mittel- und langfristige Folgen eine Fehlbelastung:
Eine universelle Methode zum Messen und Bewerten von psychischen Belastungsfaktoren gibt es nicht, und es ist auch nicht zu erwarten, dass die vielfältigen Einflussfaktoren in ihrem Zusammenwirken mit einem einzigen ‚Messinstrument‘ erfasst werden können. Vielmehr besteht die Erhebung psychischer Belastungsfaktoren aus vielen Einzelschritten. Hierbei sollen Methoden, die dazu dienen, sich einen Überblick zu verschaffen, den Vorrang vor aufwendigen Analyseverfahren haben.
Solche ‚Grobinstrumentarien‘, die auch für die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen hinzu gezogen werden können, vermitteln einen Überblick darüber, an welchen Arbeitsplätzen gestalterische Defizite bestehen. Sie können von geschulten Laien angewendet werden und erbringen Hinweise auf kritische Belastungen an den jeweiligen Arbeitsplätzen.
Feinanalyseverfahren, die speziell für die Ermittlung psychischer Belastungsfaktoren durch arbeitswissenschaftliche oder –psychologische Experten entwickelt wurden, sollten nur gezielt nach ausführlicher Vorermittlung und Klärung der Bedürfnisse eingesetzt werden. Diese Verfahren sind eher für wissenschaftliche Fragestellungen geeignet.
Die hessische Arbeitsschutzverwaltung hat ein Instrumentarium zu Ermittlung und Beurteilung psychischer Belastungen entwickelt, das mit den Sozialpartnern abgestimmt wurde.
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