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Die europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz präsentierte am 19. Juni 2002 ihren Forschungsbericht zum Thema 'arbeitsbedingter Stress'. Darin wird der Streß am Arbeitsplatz als bedeutendes Gesundheits- und Sicherheitsrisiko für die Arbeitnehmer in Europa anerkannt. Es sei dringend notwendig, dem Stressmanagement größere Bedeutung zuzubilligen, wenn sich dieses Problem, von dem schon einer von dreizehn Arbeitnehmern in der EU betroffen ist, nicht verstärken solle, so die Verfasser der in Bilbao/Spanien ansässigen Agentur.
Der Bericht, der sich auf eine breite Grundlage wissenschaftlicher Literatur stützt, kommt zu dem Schluß, daß das Problem des arbeitsbedingten Stresses generell bei der Gestaltung und Handhabung der Arbeitsorganisation liegt. So entstünden Stresserfahrungen insbesondere aus einem Ungleichgewicht zwischen der Wahrnehmung der geforderten Arbeit und der Wahrnehmung der Möglichkeiten des einzelnen zur Bewältigung dieser Aufgaben.
Faktoren, die am Arbeitsplatz das Ausmaß an Stress beeinflussen können, sind z. B. Organisationsmethoden und Funktionen, die Rolle in der Organisation, Laufbahnentwicklung, Arbeitsbelastung, Arbeitsgeschwindigkeit und die materielle Arbeitsumgebung. Auch kann der rasche Wandel in der Arbeitswelt, in der die genannten Faktoren sich ständig verändern, die Auswirkungen der einzelnen Faktoren verstärken.
Die für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten zuständige Kommissarin Diamantopoulou äußerte sich hierzu: "Stress am Arbeitsplatz muß nun von allen Beteiligten als wirkliche arbeitsbedingte Gefährdung anerkannt werden. Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Regierung müssen gleichermaßen ihre Präventionsbemühungen in diesem Bereich verstärken.
Gute Verfahren für Stressmanagement sind auf Arbeitsplatzebene erforderlich für die Bewältigung des wachsenden Problems. Die Arbeit der Kommission im Bereich des arbeitsbedingten Stresses unterstützt und ergänzt die Erkenntnisse des Berichts der Agentur. ' Der Bericht macht deutlich, daß arbeitsbedingter Stress eine genauso ernstzunehmende Gefahr für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz ist wie andere Themen in diesem Bereich. Deshalb fordern die Verfasser dazu auf, zukünftig Stressmanagement am Arbeitsplatz in den einschlägigen Rechtsvorschriften der EU zu berücksichtigen.
Eine Zusammenfassung sowie der vollständige Bericht sind im Internet unter folgender Adresse einzusehen: http://agency.osha.eu.int/publications/magazine/5/de/index_2.htm
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