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Psychische Belastungen

Ermittlung und Bewertung psychischer und sozialer Belastungen, Mobbing

Die psychischen und sozialen Belastungen in der Arbeitswelt steigen: die Beschäftigten sehen sich mit einer rapiden technologischen Entwicklung, neuen Produktionstechniken und einem wachsenden Dienstleistungsanspruch konfrontiert. Arbeitskräfte müssen zeitlich und räumlich flexibel zur Verfügung stehen; gleichzeitig führt eine knappe Personalbemessung zur einer konstant hohen Arbeitsdichte. Es wird vermehrt in Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit produziert, um den Erfordernissen der globalen Märkte zu genügen.

Diese Veränderungsprozesse führen zur einem hohen Ausmaß an arbeitsbedingtem Stress. Stress ist mittlerweile das zweithäufigste arbeitsbedingte Gesundheitsproblem; 28% der Beschäftigten in der EU leiden darunter. Lediglich Rückenschmerzen werden noch häufiger genannt. Hervorgerufen wird dieser Stress nicht nur durch hohe Arbeitsanforderungen, sondern zunehmend häufiger auch durch soziale Konflikte und Mobbing am Arbeitsplatz.

Es gibt eindeutige Hinweise auf ein hohes Maß psychischer Belastungen am Arbeitsplatz:

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unter solchen Bedingungen arbeiten, finden es meist schwierig, ihr Leistungsniveau konstant zu halten. Wenn dieser Zustand länger andauert, treten bei den gestressten Beschäftigten vermehrt Befindlichkeitsstörungen und ein höherer Krankenstand auf.

Im Betrieb gibt es deutliche Zeichen für verbesserungsbedürftige Arbeitsbedingungen:

2) Definition

"Psychische Belastung ist die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken." So definiert die DIN ISO 10075-1 und macht damit deutlich, das ‚psychische Belastung‘ als neutraler Begriff aufzufassen ist. Grundsätzlich können psychische Belastungen sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf den Menschen und seine Arbeitsleistung haben. Sie wirken positiv, wenn ein Gleichgewicht zwischen der Einwirkung von außen und den individuellen Leistungsvoraussetzungen des Menschen besteht. Negativ wirken sie, wenn dieses Gleichgewicht nicht gegeben ist. Dies ist beispielsweise bei der Unter- oder Überforderung von Beschäftigten der Fall.

Die unmittelbare Auswirkung der psychischen Belastung auf das Individuum wird als psychische Beanspruchung bezeichnet. Sie ist abhängig von den jeweiligen Eigenschaften und der augenblicklichen Verfassung und Situation des arbeitenden Menschen. Solange die Balance zwischen Anforderungen und individuellen Voraussetzungen gegeben ist, existieren optimale Leistungsvoraussetzungen


Publikationen

Publikationen können unter folgender Adresse bestellt werden:
Hessisches Sozialministerium Abteilung III
Dostojewskistraße 4
65187 Wiesbaden
Telefon: 0611/817 3498
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