Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen sind traditionelle Schwerpunkte der Hessischen Arbeitsschutzverwaltung, denn auf Baustellen ereignen sich nach wie vor die meisten und die schwersten Arbeitsunfälle. Das Risiko, einen tödlichen Unfall zu erleiden, ist auf Baustellen doppelt so hoch wie in der übrigen gewerblichen Wirtschaft.
Die Baustellenverordnung aus dem Jahr 1998 verfolgt das Ziel, den Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Baustellen wesentlich zu verbessern. Ihr Adressat ist der Bauherr und ihre Anforderungen zielen auf die systematische und koordinierte Organisation des Arbeitsschutzes auf Baustellen. Mit dem Instrument des Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Planes sowie der Verpflichtung zur Koordination sollen Unfälle vermieden und Gesundheitsrisiken erfolgreich minimiert werden.
Zur Umsetzung der Baustellenverordnung setzt Hessen seit ihrem Inkrafttreten auf zwei Strategien: zum einen auf intensive Aufklärung und Beratung von Bauherren, Planern und Koordinatoren, zum anderen auf flächendeckende Schwerpunktaktionen, mit denen die Umsetzung der Verordnung überprüft und Verbesserungsmöglichkeiten ermittelt werden sollen. Gleichzeitig hat Hessen die bundesweite Aktion "Netzwerk Baustelle", an der alle Bundesländer und Unfallversicherungsträger teilnehmen, angeschoben – sie wird im Jahr 2003 im Rahmen der Europäischen Baustellenkampagne in ganz Deutschland durchgeführt. Informationen zur bundesweiten Kampagne unter www.netzwerk-baustelle.de

